Samstag, 13. Oktober 2012

Epilog oder eine Bahnfahrt ist soooo schön

Tag 24 und 25, Donnerstag-04.10.2012 -Freitag-05.10.2012

Gestern hatte ich schon versucht eine Fahrkarte auf dem Bahnhof hier bis nach hause zu bekommen.
Mit entsprechender Reservierung wäre es mir so möglich auch EC Züge heimwärts mit Fahrrad zu nutzen. Aber ein mich unverständlich anstarrender Bahnbeamter hinter dem Schalter macht diesen Plan zunichte. Er ist geradeso in der Lage mir eine Fahrkarte bis zur italienischen Grenze (Brenner)
auszustellen, dort könne ich mir dann die Anschlußfahrkarte kaufen.
So geht es dann heute mit Bummelzügen Richtung Heimat. Im Zug werde ich darauf aufmerksam gemacht, das man Fahrkarten hier am Bahnsteig entwerten muß und das Fahrräder ganz nach vorne in den Zug gehören. Kein Problem.
Am Nachmittag stehe ich dann auf dem Bahnhof am Brenner und versuche eine Fahrkarte für ein paar weitere Reisekilometer im vereinigten Europa zu bekommen. Nur da ist kein Schalter. Aber zum Gück ist da ja ein Fahrkartenautomat, und da dieser italienisch ist, verkauft er auch nur Fahrkarten nach Italien. Pech gehabt.
Ich bin nicht der einzige Reisende mit diesem Problem, ein weiterer Radler und ein Italiener schauen sich genauso hilflos um. Gemeinsam schwarz fahren macht dann doch mehr Spass, so sitzen wir dann
ohne Fahrkarte im Zug nach Innsbruck. Ein österreichischer Schaffner läßt sich nicht blicken, die kennen wohl schon das Problem. In Innsbruck ergattere ich dann eine Fahrkarte bis Bayern. Eine deutsche Fahrradkarte (bayrische) gibts aber nur in Bayern, was auf Grund freundlicher Schaffner dann aber kein Problem ist. Gegen 22 Uhr bin ich dann in München, der Bahnhof ist übersät von Betrunkenen in Lederhose und Dirndl, dazwischen Bahnpolizei in ihrer Tracht. Bloß schnell weg hier. Bis Regensburg komme ich heute noch, aber dann fährt kein Zug mehr weiter vor morgens 4.30 Uhr. In der Bahnhofshalle stelle ich mein Fahrrad erstmal ab, um eine Toilette zu suchen. Die ist natürlich schon zu. Logisch, wer muß schon abends um 12Uhr aufs Klo. Glücklicherweise ist ein Burgerking mit WC um die Ecke. Erleichtert stapfe ich in die Bahnhofshalle zurück und erstarre.
Was fehlt in diesem Bild,  ...meeeiiiiin Fahrrad!
Ein Bahnangestellter hat begonnen die Reisenden aus der Wartehalle zu verscheuchen und die Türen zu verschließen. Ich schnappe mir diesen Bahner: "Woo iiist mein Fahrrad???"
Der gibt mir zu verstehen, das das von der Bahnpolizei verhaftet wurde, die irgendwo dahinten um die Ecke ihren Zellentrakt haben. Schleunigst stürze ich um diese Ecke und ranze den dortigen Beamten an: "Iiieehr habt mein Fahrrad."
Der entgegnet: "Haben sie denn schon eine Anzeige aufgegeben."
Etwas verärgerter wiederhole ich: "Iieehr haaaabt meeeiiin Faahrraaaad!!!"
Mit sichtlichem Vergnügen, versucht der Polizist mich über Fahrraddiebstähle und so weiter zu belehren. Gelassen lasse ich die Prozedur über mich ergehen, ich will nur mein Rad zurück.
Schließlich stehe ich wieder mit Rad auf dem Bahnsteig. Der Bahnhof ist mittlerweile komplett verrammelt und es ist schweinekalt in Deutschland. "Nur noch 4h bis zum nächsten Zug, kann ja nicht so schwer sein." murmele ich in mich hinein, während ich auf dem Bahnsteig Warmmachübungen vollziehe. 2 Stunden später steht dann plötzlich ein Bahnarbeiter vor mir, der mir hilfsbereit den Weg zu einer Bahnhofsmission weist, in der man mit gültigem Ticket auf den nächsten Zug warten kann.
Gegen 4.30 Uhr gehts dann endlich weiter, nur noch 2mal umsteigen und ich bin um 11Uhr nach 24h Bahnabenteuer endlich heim.

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Tag 23





Tag 23, Mittwoch-03.10.2012


Uff, das war ein anstrengender Tag heute, anstrengender als Radfahren. Mit dem Rad auf die Insel zu kommen, ist schon nicht ganz einfach.
Dort besorge ich mir ein 12h Ticket für die Wasserbusse hier. So komme ich relativ schnell zur San Marco Placa, nur Bilder schießen vom Boot ist um die Zeit noch völlig unmöglich, ich stehe eingekeilt irgendwo in der Mitte, des völlig überfüllten Kahns.
Der San Marco Platz ist schon überwältigend. Es ist alles voller Touristen, Unmengen. Ich habe mir am Vortag eine Route zurechtgelegt, die ich ablaufen will, da ist auch eine Gondelüberfahrt über den Canale Grande dabei, die man an einer Stelle für günstige 50Cent kriegt.
Am Anfang klappt das noch ganz gut mit Route ablaufen, aber irgendwann geht mir dann die Übersicht verloren und ich lasse mich vom Touristenstrom treiben.
Es fehlt irgendwo eine ruhige Ecke, überall Touristen, Klick, klick ,klick alles schon tausendfach abfotografiert. Ich suche mir eine etwas abgelegene  Stelle am Kanal und lasse die Beine erstmal baumeln. Heute abend wenn es etwas ruhiger geworden ist, werde ich nochmal eine Runde drehen.
Und so ist es dann auch. Abends verstrahlt der San Marco Platz seinen besonderen Charme. Auf der Piazza spielen kleine Bands, viel weniger Touristen, jetzt kann man die Seele hier ein bißchen baumeln lassen und die Atmosphere genießen. Tagsüber ist Venedig ganz schön anstrengend,
Man will zuviel auf einmal sehen und läuft überall vorbei und macht klick, klick, klick. Erst abends finde ich die Ruhe die Atmosphere hier zu genießen.
Insgesamt ein guter Abschluß der Reise, obwohl ich Venedig erstmal verdauen muß.
Morgen gehts dann mit der Bahn heim, mir grauts jetzt schon.
Also bis denne.

Dienstag, 2. Oktober 2012

Tag 22

Tag 22, Dienstag-02.10.2012





Ich bin angekommen am Endpunkt meiner Reise in Venedig. Mein Bike steht abgesattelt unten um die Ecke. Es hat mich gut hierher getragen über knapp 1200km.
Ich sitze auf der Terasse meines Hotels in Vendig-Mestre nur einen Katzensprung entfernt von der historischen Insel.
Der Tag heute früh ging los mit einer wie immer schnellen Besichtigung von Bassano del Grappa. Dabei lasse ich mir natürlich die Holzbrücke "Ponte degli Alpini" über die Brenta nicht entgehen. Wohl das Wahrzeichen der Stadt. Diese Brücke ist schon im 13.Jahrhundert entstanden und später erneuert worden.
Zu einem Grappa kommt es dann nicht mehr, muß ja noch fahren.
Für die Strecke nach Venedig suche ich mir heute kleine Nebenstraßen vorbei an Castelfranco bis Venedig-Mestre. Die ganze Strecke ist eigentlich fast durchweg besiedelt, ein Ort geht fließend in den nächsten über.
Insgesamt nichts besonders Sehenswertes auf der Strecke, so sind die fast 80km schnell abgeradelt.
 Das Chaos geht dann in Venedig los. Einmal falsch abgebogen und ich bin auf einer 6-spurigen Schnellstraße via Venecia. Sch... . Schleunigst mache ich mich von der Straße, das dumme ist nur, der einzige Weg zurück, ist auf der anderen Seite der Straße, 6 Spuren entfernt auf denen ein verdammter Verkehr rollt.
Irgendwie schaffe ich es dann doch zurück und lasse mich von meinem Navi auf den einzigen noch offenen Campingplatz navigieren, den ich nach langem Suchen im Internet stolz gefunden habe. Nur da ist nichts, auch Anwohner zucken nur die Schultern. Also doch Hotel, das kann teuer werden hier.
Aber mit ein bißchen Glück finde ich dann doch noch was erschwingliches, Hotel Guidi. Der Hotelier spricht gut englisch, so bin ich dann doch noch glücklich und zufrieden hier angekommen. Der Hotelier erzählt mir gleich das die Busfahrer hier streiken, also gar nicht so schlecht mit Fahrrad hier zu sein.
Ansonsten wirklich empfehlenswert das Hotel, am Rande von Mestre, zur Insel von Venedig ist es wirklich nur ein Katzensprung, ein Park ist gleich um die Ecke und auf der Terasse des Hotels hier kann man internationale Bekanntschaften schließen.

Montag, 1. Oktober 2012

Tag 20 und 21

Tag 20, Sonntag-30.09.2012





Der Himmel ist zwar zugehangen, aber es regnet noch nicht. So geht es früh ertsmal los. Ich mache mich also schleunigst in die Spur. Komme aber nicht weit. Nach einer Stunde regnet es wieder Blasen. Ich suche in einem Tunnel auf der Strecke Schutz und bleibe erstmal bis mittag hier, dann beruhigt sich das Wetter etwas und es nieselt nur noch. Also weiter. Die Sicht ist äußerst bescheiden heute. Andere Radfahrer habe ich schon seit 2 Tagen nicht mehr gesehen. Das ist auch wirklich ein Wetter, wo man keinen Hund vor die Tür jagt.
Bis Calalzo ist der Radweg wirklich gut ausgeschildert und verläuft größtenteils auf der Trasse der alten ehemaligen Dolomitenbahn.
So durchquert man mehrere Tunnel und fährt an alten Bahnstationen vorbei.

Ab Calalzo habe ich dann aber Schwierigkeiten den Hinweisschildern zu folgen, die großteils einfach fehlen. So fahre ich wieder viel Staatsstraße.

Man kann das Panaramma der Berge heute nur erahnen, vieles ist im Dunst verschluckt. Bis kurz hinter Belluno komme ich heute, dann ziehen wieder dicke Wolken auf, gerade noch rechtzeitig kann ich mich in ein Hotel am Straßenrand flüchten.
So werden es nur 77km heute, obwohl ich noch 2h Zeit hätte zum radeln.

 

 

 

 

 

 

 

Tag 21, Montag-01.10.2012



Es hat die ganze Nacht geregnet. Warum gehen eigentlich in italienischen Hotels bei diesem Scheißwetter die Heizungen nicht, überdies hatte ich diese Nacht eine Bettdecke , die so dünn war, das man fast durchgucken konnte, ohne meinen Schlafsack hätte ich Frostbeulen gekriegt.
Aber der Gipfel ist das Frühstück heute, 3 Scheiben Weißbreit und Marmelade dazu, das wars. Unter Einsatz meines gesamten sprachlichen Könnens, kriege ich noch einen Orangenjuice dazu.
Wenn ihr jemals nach Belluno kommt, meidet dieses Hotel.
Der Himmel ist wieder fast vollkommen bedeckt, bis auf einen kleinen blauen Flecken in Richtung Südwest. Dort muß Bassano del Grappa liegen. Mein Entschluß für einen Umweg nach Bassano steht schnell fest.
Schon der Nachname dieser Stadt klingt verlockend (Grappa). So geht die Jagd nach dem kleinen blauen Flecken heute los, wie sich herausstellt eine wirklich gute Entscheidung.
Die Staatsstraße die nach Bassano abzweigt, hat einen 2m Seitenstreifen auf dem ich wunderbar entlang brausen kann.
Es geht durch 2 kleine Tunnels, welche keinen Seitenstreifen mehr haben und relativ dunkel sind, also schnell durch.
Dann kommt ein 3. Tunnel, rabenschwarz und mit 3km Länge beschriftet. In diesen Höllenschlund fahre ich nicht!!! Auf der Karte finde ich eine kleine Nebenstraße eingezeichnet, an der ich gerade vorbei gebraust bin.
Diese führt direkt durch das Tal der Brenta nach Bassano. Also auf dorthin. Der nächste Glücksgriff heute. Zunächst geht es in Serpentinen bergan. Auf dem Gipfel öffnet sich vor mir das Tal der Brenta. Ein wirklich zauberhaftes Tal. Nach einer Abfahrt an Felshängen vorbei, an denen das

Wasser heruntersprudelt, bin ich unten von einem grandiosen Bergpanorama umgeben.
In Cismon del Grappa ist dann allerdings erstmal Schluß. Alle Abfahrten enden hier auf der Autobahn, da will ich nun wirklich nicht langfahren.
Auf meiner Karte ist aber eine Straße eingezeichnet, die bis Bassano führt. Nach 3maliger Durchquerung des Ortes und der Hilfe mehrerer Einheimischer finde ich dann endlich einen kleinen Fußweg abzweigen, der über einen Tunnel unter der Autobahn und eine kleine Fußgängerbrücke auf die andere Seite der Brenta führt, hier geht eine kleine Straße dann bis Bassano weiter.
Das war weder mit GPS noch mit Karte zu finden.
Die Orte an denen ich hier vorbeiradle sind wirklich malerisch in diesem vom Tourismus fast vergessennen Tal. Ein echter Geheimtip.
Nach 80km komme ich in Bassano del Grappa an und das völlig regenfrei. Eine größere Stadtbesichtigung muß ich allerdings auf morgen verschieben, weil jetzt regnet es doch wieder.

Samstag, 29. September 2012

Tag 19

Tag 19, Samstag-29.09.2012





Schmuddelwetter. Der Himmel ist zugehangen und es nieselt. Die Berge sind eingehüllt in Nebelschwaden, so tauche ich heute ein in die Zauberwelt der Dolomiten. Die ersten 18km geht es mit 3 bis 7% bergan, keine Schwierigkeit mehr. Der Radweg besteht aus einer geschlämmten Kiesdecke, die bei dem Wetter allerdings völlig aufgeweicht ist. So nutze ich bis zum Gipfel lieber die Straße, die relativ parallel verläuft und wo wenig Verkehr ist.
Trotz der schlechten Sicht heute, bieten die in Nebeln eingehüllten Dolomiten einen überwältigenden Anblick.
Das kenne ich aus den Rockys schon, man möchte an jeder Ecke anhalten und Bilder schiessen.
Ab dem Gipfel entschließe ich mich wieder auf den Fahrradweg zu wechseln. Ab jetzt geht es nur noch abwärts, 120km bis ins italienische Tiefland, was für ein Spass.
In Cortina D´Ampezzo verwandelt sich der Nieselregen in strömenden Regen. Die Berge sind jetzt völlig im Dunst verschwunden, kein Fotowetter mehr.
Ich entschließe mich mit Regenkleidung weiterzufahren. Die Kiesdecke des Fahrradweges wird jetzt zur echten Gefahr, mehrmals kommt mein Rad ins schwimmen, geht aber alles noch gut.
Meine Regenkleidung hält dicht, dumm ist nur das meine Schuhe von oben vollgelaufen sind, meine Socken sind patschnass und ich trete im wahrsten Sinne des Wortes Wasser. Bei dem kalten Wetter kein Spass. 10km hinter Cortina nehme ich deshalb das erstbeste Hotel, so werden es heute nur 45km. Irgendwie muß ich die Schuhe bis morgen wieder trocken kriegen. Hoffentlich wird das Wetter ein bißchen besser, sonst fahre ich hier durch die schönsten Berge ohne etwas zu sehen.

Freitag, 28. September 2012

Tag 18

Tag 18, Freitag-28.09.2012





Irrtum vom Amt. Ich bin gestern dann doch nicht in Sterzing angekommen, sondern in einem Ort vor Sterzing. So habe ich bis Sterzing heute noch 10km, die es meist bergab geht. Sterzing ist ein kleiner Ort,
mit einer wirklich sehenswerten Altstadt. Nach einer Stunde mache ich mich aber weiter auf den Weg das Eisacktal weiter runter bis Brixen. Brixen streife ich aber nur im Norden, ein kurzer Blick auf die Franzensfeste und dann biege ich ab auf den Pustertalradweg.
Ab jetzt gehts wieder bergauf, aber nicht so schlimm wie ich an Hand des Höhenprofils gedacht hatte. Die Radwege hier sind alle aus Asphalt, stellenweise muß man leider die Straße benutzen, was im Falle der Hauptstraße nicht angenehm ist, da hier wirklich viel Verkehr ist
und man als Radfahrer auf Grund der Leitplanken keine Auweichchance hat, kann man nur hoffen, das die Autofahrer aufpassen und schnellstens durchbrausen.
Größtenteils ist der Radweg aber wirklich schön.

In Bruneck komme ich dann am Nachmittag nach 70km an. Zur Stadtbesichtigung ist leider wenig Zeit, da von meinem GPS-Gerät das Ladekabel unterwegs den Geist aufgegeben hat, so versuche ich hier Ersatz zu finden, was mir dann auch teilweise gelingt. Leider bekomme ich hier nur ein Netzkabel zum Aufladen, bisher konnte ich das GPS immer von Nabendynamo speisen, aber das richtige Kabel dafür kriege ich wohl erst wieder zu hause.
So werde ich mein GPS in Zukunft wohl sparsamer einsetzen müssen.
Da es mittlerweile schon abend ist, entschließe ich mich die restlichen 30km des Pustertals bis Toblach mit dem Zug zu fahren.
Toblach ist voll auf Tourismus eingestellt, hier steht Hotel an Hotel. Der Ort gibt aber ein prächtiges Bild ab vor dem Panorama der Dolomiten.
Von hier kann ich dann morgen auf den Dolomitenradweg starten. Leider ist für die nächsten Tage schlechtes Wetter angesagt, mal schauen wie das in den Bergen oben dann wird.

Donnerstag, 27. September 2012

Tag 17

Tag 17, Donnerstag-27.09.2012





Es regnet, regnet, regnet, die ganze Nacht schon und kein Ende in Sicht. Was solls, ich muß bis Innsbruck. Das sind nur noch 45km. Den Radweg habe ich heute für mich allein. Die ganzen Schönwetterradler mit ihren Minirucksäcken sind verschwunden. Nach 15min bin ich und das Fahrrad völlig eingesaut von oben bis unten.
Wenn man sowieso schon dreckig ist, machts erst richtig Spaß durch die Pfützen zu brettern. So komme ich dann in Innsbruck an.
Da der Regen dann doch in Innsbruck aufhört, kann ich die eingesauten Regenklamotten dann schnell entsorgen. Zuerst gefällt mir Innsbruck nicht so richtig, bis ich dann auf meinem Streifzug auf die Gassen der Altstadt stoße. Wow! Die prächtigen und bunten, teilweise bemalten Bürgerhäuser beeindrucken. Innsbruck hat erst spät im Mittelalter Bedeutung erhalten, vorher war es nur ein kleines Provinznest.
So prägen vor allem Häuser im Barock und Rokoko Stil das Stadtbild.

Für mich gehts am Nachmittag aber weiter, ich will noch zum Brenner hoch. Mit Bahn und Bus (Schienenersatzverkehr) ist das dann schnell geschafft. Bloß gut das ich nicht versucht habe, das zu radeln, Anstiege ohne Ende.

Gegen 17Uhr komme ich auf dem Brenner an, noch ein bißchen Zeit zum Radeln. Hier ist es schon merklich kühler als im Inntal unten. Für mich beginnt jetzt eine sagenhafte 20km Abfahrt auf der Fahrradautobahn hier nach Sterzing. Der Ausblick dabei ist gigantisch, links von mir verläuft die aufgeständerte Straße ins Tal, während mein Radweg am Hang durch mehrere Tunnel verläuft. So macht Radfahren Spaß. In Sterzing ist dann schnell eine Pension gefunden. Reicht für heute.