Tag 17, Donnerstag-27.09.2012

Es regnet, regnet, regnet, die ganze Nacht schon und kein Ende in Sicht. Was solls, ich muß bis Innsbruck. Das sind nur noch 45km. Den Radweg habe ich heute für mich allein. Die ganzen Schönwetterradler mit ihren Minirucksäcken sind verschwunden. Nach 15min bin ich und das Fahrrad völlig eingesaut von oben bis unten.

Wenn man sowieso schon dreckig ist, machts erst richtig Spaß durch die Pfützen zu brettern. So komme ich dann in Innsbruck an.
Da der Regen dann doch in Innsbruck aufhört, kann ich die eingesauten Regenklamotten dann schnell entsorgen. Zuerst gefällt mir Innsbruck nicht so richtig, bis ich dann auf meinem Streifzug auf die Gassen der Altstadt stoße. Wow! Die prächtigen und bunten, teilweise bemalten Bürgerhäuser beeindrucken. Innsbruck hat erst spät im Mittelalter Bedeutung erhalten, vorher war es nur ein kleines Provinznest.
So prägen vor allem Häuser im Barock und Rokoko Stil das Stadtbild.

Für mich gehts am Nachmittag aber weiter, ich will noch zum Brenner hoch. Mit Bahn und Bus (Schienenersatzverkehr) ist das dann schnell geschafft. Bloß gut das ich nicht versucht habe, das zu radeln, Anstiege ohne Ende.

Gegen 17Uhr komme ich auf dem Brenner an, noch ein bißchen Zeit zum Radeln. Hier ist es schon merklich kühler als im Inntal unten. Für mich beginnt jetzt eine sagenhafte 20km Abfahrt auf der Fahrradautobahn hier nach Sterzing. Der Ausblick dabei ist gigantisch, links von mir verläuft die aufgeständerte Straße ins Tal, während mein Radweg am Hang durch mehrere Tunnel verläuft. So macht Radfahren Spaß. In Sterzing ist dann schnell eine Pension gefunden. Reicht für heute.
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