Sonntag, 23. September 2012

Tag 9 bis Tag 13

Tag 09, Samstag-08.09.2012




Die ersten km auf dem Rad fallen mir heut extrem schwer. Zu allem Überfluß hab ich noch böigen Gegenwind. Ich beschließe den nächsten Campingplatz anzufahren und übers Wochenende erstmal die Beine baumeln zu lassen. Also visiere ich Flößenbürg an. Der direkte Weg ist mir allerdings verwehrt, Umleitung. So wird doch noch ein halber Radeltag daraus. Nach 45 km komme ich in Flößenburg, der Stadt des Granits an. Der Campingplatz ist etwas außerhalb am Geisweiher echt idyllisch gelegen.
Ich sclage mein Zelt direkt am See auf. Genau der richtige Platz um mich zu regenerieren. Nach ausgiebigem Bad in See und Sonne gehts dann in die Gastwirtschaft am See. Auf der Terasse mit Seeblick kann man sichs hier gut gehen lassen.
Ein echter Geheimtip der Weiher hier. MMit dem Gastwirt komme ich schnell ins Gespräch. Er stammt ursprünglich aus Dresden und ist 84 ausgewandert und dann irgendwann hier hängen geblieben. Er erzählt mir das die Oberpfalz hier das "Armenhaus" von Bayern ist. Hier kann man ganze Häuser für 300 bis 400 Euro mieten.
Für sein Restaurantmit dazugehörigem Appartment bezahlt er jedenfalls nicht mehr. Mir fällt da ein, was ich dafür im schweinereichen Weimar mit Ausblick auf die Ebertstraße kriege.


Tag 10, Sonntag-09.09.2012


Pause, Pause, Pause

Tag 11, Montag-10.09.2012



Ich hab beschlossen mit weniger Gepäck zu fahren. Das heißt ich fahre heute ca.30km nach Weiden um erstmal mit dem Zug heimwärts zu fahren und dort ein paar Kilo über Bord zu schmeißen. Auf dem Weg nach Weiden stoße ich auf einen Fahrradweg der bis nach Nürnberg führt und hier auf einer ehemaligen Bahntrasse langführt.
Das heißt keine Steigung über 3%, so kommt man natürlich schnell vorwärts.
Fortsetzung folgt...



Tag 12, Samstag-22.09.2012




Heute geht die Reise weiter. Ursprünglich wollte ich meine Zeltausrüstung zu hause lassen. Hab mir dann aber doch ein kleineres und leichteres Zelt zum Weiterreisen besorgt.
Heute früh ging es dann mit der Bahn wieder zurück nach Bayern, das heißt ich springe heute gleich nach Passau mit 5x umsteigen, da mit Fahrrad, das kann nicht gutgehen.
So ist es dann auch, ich verpasse den Anschlußzug in Lichtenfels. Aber 18 Uhr komme ich dann in Passau an nach 9h Fahrzeit. Ich will gar nicht an meine Heimreise mit der Bahn denken.
Passau hat es mir gleich angetan. Eine wirklich schöne Stadt, die natürlich vom Zusammenfluß 3er Flüsse hier profitiert. Hier münden die Ilz und der Inn in die Donau.

Mein Campingplatz liegt nicht weit vom Bahnhof an der Ilz. Und es sind tatsächlich ein paar Zelte mit Fahrrädern dort.
Auf meinen bisherigen Campingplätzen hab ich nur einen Radler getroffen. Hier sind gleich 5. Zwei davon, die schon länger hier sind, sind fast abesoffen in ihren Zelten, bis heute nachmittag hat es hier geregnet. Und selbst jetzt ist die Luftfeuchte so hoch, das meine Zeltaußensete nach 1h klatschnaß ist. Mit 2 der Radler komme ich abends bei einer Flasche Wein gut ins Gespräch. Beide sind über 60.
Der eine kommt aus Apolda und ist überall mit dem Rad unterwegs, er hat jetzt auch schon wieder 2500km zurückgelegt. War auch schon am Nordkap mit dem Rad (7600km!) und kennt die Radlegenden
Axel Brümmer und Peter Glöckner aus Saalfeld persönlich und war mit diesen auch schon auf ihre Expedition mit einer Dschunke vor Hongkong unterwegs. Ein echtes Unikum.
Die andere kommt aus Australien und ist hier in Deutschland auch schon 1000km abgefahren. Wow da bin ich gleich auf die richtigen Experten getroffen.
Der Abend vergeht jedenfalls schnell bei angeregten Gesprächen.

Tag 13, Sonntag-23.09.2012



So heute geht es wieder aufs Rad. Das heißt erstmal Frühstück organisieren, was Sonntags hier gar nicht so leicht ist.
Noch schnell ein paar Aufnahmen von Passau gemacht, hier komme ich bestimmt nochmal her wirklich schön hier, und dann gehts los.
Nachdem ich dann 4km aus Passau rausgeradelt bin komme ich an ein Schild das die österreichische Seite des Radwegs bis Schärding gesperrt ist, man solle doch die deutsche Seite nutzen. Wie jetzt?, soll ich darüber schwimmen oder was?
Also zurück nach Passau wo die nächste Brücke ist, das geht ja gut los. Insgesamt muß man aber sagen ist der Radweg wirklich gut ausgebaut und auch ausgeschildert.

Der Belag wechselt ständig von Asphalt zu befestigtem Waldweg. Nennenswerte Steigungen gibt es keine. So kommt man ganz gut voran. Es geht an einigen Burgen und Klöstern vorbei. Eine wirklich schöne Strecke.
Das Quitschen wird übrigens immer schlimmer, ich versteh´s jedenfalls nicht. Wahrscheinlich ist es österreichisch, die Ösis gucken mich jedenfalls immer so blöde an.

Kurz vor Schärding komme ich mit einem anderen Radler ins Gespräch, wie sich herausstellt ein Saalfelder. Der nächste Thüringer, und ich dachte ich bin aus Thüringen schon raus.
Nach 75km hab ich dann genug heute, in Braunau suche ich mir heute eine Pension.

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