Freitag, 7. September 2012

Tag 7 und Tag 8

Tag 07, Donnerstag-06.09.2012



Heute geht es rüber ans ehemalige Dreiländereck. Die 20km dorthin sind dank Asphaltstraßen schnell zurückgelegt. Ab dem Dreiländereck geht es dann auf ehemaligen Kolonnenwegen der früheren Grenze weiter durch Tschechien. Blöderweise fängt ausgerechnet hier mitten in der Pampa irgendetwas aus Richtung Tretlager zu quitschen.
Das hat mir gerade noch gefehlt, bloß nicht das Tretlager festfahren. Die 15 km bis As geht es über schlecht befestigte Wege hoch und runter. In As beschließe ich
erstmal wieder auf die deutsche Seite zu fahren, da ich einem tschechischem Fahrradmonteur schlecht erklären kann was ich von ihm will. Also wieder 10km rüber nach Selb.
Dort finde ich einen Monteur, der sich das Rad anschaut und meint das kommt nicht vom Tretlager, wahrscheinlich die Kurbelgarnitur. Also nicht so schlimm, gehts halt mit
Quitschen weiter. In Selb versuche ich eine Übernachtung zu finden, was nicht so leicht ist, nur überteuerte Hotels, kein Camping weit und breit. Die Touristeninformation
vermittelt mir eine Pension in Spielberg. Als ich auf mein Navi schaue stelle ich fest das liegt 10 km entfernt wieder in Richtung Hof, schöne Scheiße. Was solls also auf dorthin. Da bin ich heute einen schönen Bogen gefahren.

Tag 08, Freitag-07.09.2012



Frühs gehts erstmal wieder zurück nach Selb, wo ich noch schnell ein Bild der hiesigen Kirchturmspitze aufnehme. Eigentlich gibt es hier noch viel mehr zu sehen. Selb ist eine hübsche kleine Stadt. Jetzt am Wochenende findet hier Europas größtes Medival Festival mit Gruppen wie Schandmaul usw. statt. Deswegen ist in der Stadt momentan auch keine Übernachtung mehr zu bekommen.
Von dort geht es weiter nach Waldsassen. Bekannt ist Waldsassen vor allen Dingen für sein Kloster mit Stiftsbasilika im barocken Stil. Rund um das Kloster ist jedes 2.Haus ein Cafe oder Restaurant.
Heute fahre ich immer schön auf asphaltierten Straßen. Trotzdem geht es ständig hoch und runter. Zu allem Überfluß hab ich auch noch Wind von der Seite, so muß ich auch bergab noch trampeln. Kurz hinter Neualbenreuth hab ich die Nase voll, am Wegesrand liegt ein Hotel, also versuche ich hier zu übernachten, da es weit und breit kein Camping gibt.
Als ich an der Rezeption nach dem Zimmerpreis frage, kommt die Gegenfrage ob ich Monteur bin. Nicht ganz im Zusammenhang antworte ich: "Ne ich bin mit´m Fahrrad da." Der Mann im hinterm Tresen darauf
"Wir sind hier aber ein besseres Haus, das kostet 50 Euro." Ich daraufhin: "die find ich noch irgendwo auf meinem Rad".
Der Wirt daraufhin: "Hier gibts aber nur 3-Gänge Essen." Ja leck mich doch, im Moment würd ich auch 5 wegspachteln. Aber jetzt wirds mir hier wirklich zu blöd, wenn der in diesem Kaff keine Gäste haben will, kann er doch gleich ein Schild wegen Reichtum geschlossen drassen dran hängen.
Im Moment hab ich jedenfalls die Schnauze voll, woanders werden die sicherlich radelnde Monteure aufnehmen. Also fahre ich noch weiter bis Mähring, wo ich sofort eine Pension finde, in der ein mir hier sehr angenehmer Dialekt gesprochen wird: tschechisch.

1 Kommentar:

  1. Hallo Meth,
    hier kommen liebe Grüße aus Weimar.
    Schön zu wissen das es dir gut geht. Wie ist es denn jetzt mit dem Quitschen? Quietscht die Kurbelgarnitur denn jetzt auf deutsch oder auf Tschechisch? :-)
    Wir verfolgen gespnnt deine Reisebeiträge und können es kaum schon erwarten wann der nächste kommt.

    LG Tobias, Heidi und Aaron

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